Archiv für März 2011

… zu den „ Drei besonderen Talenten“ vom 7.März 2011:

Unglaublich, welche Spitzenkünstler hier an der Costa Blanca leben, oder zeitweise wohnen.
Wir finden sie und stellen sie bei unseren Literatur- und Kulturfreunde Treffen vor:

Diesmal die innig, liebevollen Worte und Gedanken, bezaubernden Episoden, in perfekt
gereimter Gedichtform, von Autor und Dichter Paul Schliemann elegant und souverän
vorgetragen, die uns ganz weich nicken ließen. Sein Bekenntnisgedicht „ich liebe Männer“
fand meine und bestimmt auch bei vielen anderen Frauen, die absolute Zustimmung, denn,
ja genau, deswegen lieben auch wir Männer.

Wie vielseitig, aktiv und produktiv die drei charmanten Persönlichkeiten sind und welche
Talente dahinter stecken, ist bemerkenswert. Dazu die Erfahrung, das Wissen ob der
irdischen und zwischenmenschlichen Probleme und Problemchen die mit Schmunzeln,
Augenzwinkern, totaler Ironie und doch großer Ernsthaftigkeit in Text und Ton gekonnt
vorgetragen wurde war hörens- und sehenswert und sehr unterhaltsam.

Auch bei der Malerin Norma Escobar, die uns Gefühle auf ihren Bildern und Plastiken
sehend machte und deren Gedichte wie Gemälde sind und die uns an ihren
philosophischen Gedanken teilhaben ließ.
Diese drei besonderen Künstler mit etabliertem, erfolgreichen Hintergrund und großem
Können lehrten uns, wie man das Leben sehen, nehmen und umsetzen kann.

Pius Fleischer, Komponist und Autor, welcher gerne Understatement betreibt, zeigte an
diesem Abend was (neben seinen vielen musikalischen Tätigkeiten) noch an Brillanz in ihm
steckt. Er brachte das Kultur-Feuer zum Lodern. Seine Art sich Gedanken zu machen ist
einfach unbeschreiblich, das muss man erlebt haben. Ob A-Rhythmische-Liebesgedichte,
bei denen man sich zärtlich animiert fühlt, das querdenkende Beschreiben von Alltag und
Sachlichkeit ist lustig-treffender nicht besser auf den knappen Punkt zu bringen. Seine
Realgeschichte der Auto-Umschreibung in Spanien brachte uns alle lauthals zum Lachen.

Es war bei den Literatur- und Kulturfreunden zwar kein Konfetti-Gaudi am Rosenmontag,
trotz einiger Faschingshütchen, aber es waren „Winter Rosen“ am Montag, wie Pauls
„Betthupferl“ beschrieb.

Es freut mich, dass es gelingt, so interessante individuelle Persönlichkeiten und deren
jeweilige spezielle Vita vorstellen zu können. Und ich sehe, dass das Publikum ebenfalls
begeistert Honoriert was diese künstlerischen Menschen uns zu sagen und zu zeigen haben.

Wir werden die Künstler-Portraits (aus allen Veranstaltungen) in unserer Website nochmal
extra mit Foto und Vita veröffentlichen.

Hier eine kleine Künstler-Zwischenbilanz, wer uns bereits die Ehre gab:
12 professionelle Autoren /Dichter/Poeten, 6 Maler/innen, 1x Holzskulpturen.
2 Sänger/in: Klassisch und Chansons, 2 Musikgruppen: 1x Rock, 1x Lateinamerikanisch,
und 2 Chöre: Los Alegres und die Singgruppe Javea.
4 Vortragskünstler: 1 Conférencier, 1x Comedy, 1 Schauspieler und Vorstellung der
Schlaraffen. 1x Literatur- und Kunstwissenschaftlerin mit Ausstellung von 44 Original-Bildern.
Es gab bisher 7 namhafte Persönlichkeiten: Dr. Krone Schmalz (Risslandkorrespondentin
und Buchautorin), Horst Naumann (Schauspieler), Germain Droogenbroodt (Weltpoet und
Verleger), Iff Bennet (Fernsehproduzent und Gagschreiber). Georgische Fürstin Nino
Machabelli (Literatur- und Kunstwissenschaftlerin), Gräfin und Graf Bethusy-Huc (Malerin
und Filmproduzent /Holzskulpturen), 1x Pater Roland Stemmler.
Jede Vorstellung wird verbunden mit literarischen und informativen Vorträgen.

Ich bedanke mich für das viele Lob das ich bekam und mache mich natürlich gerne weiter
auf die Suche nach außergewöhnlichen Talenten!

Herzlichst, Ihre Natascha

Vorstellung des Autors und Dichters

Günther, Paul, Josef Schliemann.

Von seinen Freunden Paul genannt.

Hier Auszüge aus einer wunderbaren Reportage, die Heike von Schulz in der CBZ veröffentlichte:

Paul Schliemann ist Beobachter, lebt intensiv, sammelt Eindrücke, schnappt Begebenheiten zwischen Menschen auf. Er sieht seine Umwelt wie sie ist und entdeckt fast überall die Ironie des Augenblicks.

„So gesehen“, sagt er, „bin ich ein altmodischer Schreiber, der nicht mehr will, als eine klare Geschichte erzählen.“

Der Autor wurde 1945 am Fuße des Riesengebirges geboren, wuchs im Münsterland, sowie in der Nähe von Herford auf. Neben seinen früheren Tätigkeiten im kaufmännischen sowie im medizinischen Bereich, widmeteer sich stets der Dichtkunst. Annette von Droste Hülshof zählte zu seinen lyrischen Vorbildern.

Schon seit seiner frühesten Jugend schreibt er, erst Tagebuch, dann setzt er seine Gedanken in Reime um. Von 1967 an, hat er ein Panoptikum seiner gereimten Gedanken, Beobachtungen und Eindrücke gesammelt, bis Freunde ihn nach privaten Vorträgen zum ersten Buch ermunterten. Er hat erfahren, dass seine Verse den Menschen Freude bereiten und sein humorvoller Stil zum Schmunzeln anregt.

Seit über 30 Jahren lebt Paul Schliemann in Hannover und hat inzwischen eine immer größer werdende Fan-Gemeinde in Deutschland und an der Costa Blanca. Regelmäßige Lesungen führen ihn durch die ganze Republik. Und seit einigen Jahren liest er auch für Radio Aktiv in Hameln. Über die Wintermonate hält sich der Dichter mit seinem Lebensgefährten im frühlingshaften Spanien, in Calp auf, genießt seinen Ruhestand, lässt sich hier zu neuen Versen inspirieren und gibt gern gehörte Lesungen.

P a u l   S c h l i e m a n n, Hannoveraner Autor und Dichter, schreibt Gedichte und Geschichten . Seine Gedanken, Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse beschreibt er gefühlvoll und präzise beobachtend. Genau und klar, manchmal ironisch, auf den Punkt gebracht, mit Witz und Überraschung endend. Dieser heitere, humorvolle Stil mit einer besonderen, sehr gut vorgetragenen, persönlichen Art und der wohlklingenden Stimme, hat ihm bereits viel Erfolg hier an der Costa Blanca u. in Deutschland gebracht.

 

Paul schreibt aus dem Bauch heraus, lässt sich von seinen Gefühlen, Eindrücken, Träumen lenken. Er nutzt die Kraft der Begriffe sparsam und bewusst. Seine Zeilen enden mit Witz und Überraschungen, haben Rhythmus und klingen wie Melodien. Das ist wohl seiner Vorliebe für den Gesang zu verdanken. Er singt seit vielen Jahren in der Volksakademie Hannover. Er wirkte auch in drei Schreibwerkstätten mit und kam von der Lyrik zur Prosa.

Rüdiger Zoske bemerkt treffend über das Werk seines Partners:  „Er schreibt Geschichten aus dem Leben, für das Leben.“

Auf vielerlei Anfragen erschien inzwischen auch eine Hör-CD auf der der Autor einige Gedichte vorträgt, mit dem Titel: Geschichten die die Welt braucht – Geschichten die die Welt nicht braucht.

Veranstaltungen bei uns: 7. März 2011 und 14. Februar 2011

 

VITA  von Pius Fleischer für Veranstaltung vom 7. März 2011.


Er ist Komponist und Schriftsteller. Mit 60 Jahren wanderte er mit seiner Lebenspartnerin Ruth Hablützel nach Spanien aus. Wollte sich eigentlich zur Ruhe setzen und seine Werke ordnen und herausgeben. Es kam anders.

In der Zwischenzeit hat er als Organist eine Teilzeitorgelstelle, konnte schon zwei Auftragskompositionen schreiben, ist im Literaturclub und hilft Ruth bei der Chorarbeit mit der bekannten Singgruppe Javea, die schon einmal auch bei uns auftrat, bei einem Abend mit Frau Dr. Krone-Schmalz.

Er singt im Chor, begleitet auf dem Klavier, macht die Stimmbildung, hilft bei der Vorbereitung und der Programmgestaltung mit und schreibt notwendige Chorsätze.

Doch von Vorne:

Geboren 1937 in Kreuzlingen in Thurgau in der Schweiz und jetzt seit 97 in Spanien in Javea wohnhaft. Er hatte eine Ausbildung zum Primarlehrer, dazu ein Studium an der Kirchenmusikschule Luzern und an der Musikakademie Zürich und an der Universität Zürich ein Heilpädagogik-Studium.

Seine Werke-Liste umfasst Kompositionen für Chor, Orgel, Blasmusik und Instrumente verschiedenster Art. Etwa 400 Chorsätze sind es inzwischen, 4 größere Kantaten, 18 abendfüllende Festspiele, ebenso viele Singspiele. Bei Fest- und Singspielen schrieb er auch größtenteils den Text selber. Dann Musik und Chansons für Cabaret-Ensembles, 20 Weihnachtsspiele für behinderte Kinder, Schulmusik usw.

Die meisten seiner größeren Kompositionen (Festspiele, Kantaten) sind Auftragskompositionen.

Er hat auch einige Preise bei Kompositionswettbewerben in der Schweiz gewonnen. Neben seiner Tätigkeit als Organist und Dirigent verschiedener Chöre, Blasmusiken und Orchester bildete er in der Schweiz auch Chordirigenten und Experten für Gesangsfeste aus. Er war Kantonaldirigent in Thurgau und Mitglied der Schweizerischen Musikkommission für das Chorwesen.

Doch neben seinen umfangreichen musikalischen Tätigkeiten hat er immer wieder geschrieben:

Z. B. Musikkritiken, Wochenglossen und Wochenverse in diversen Zeitungen, Gedichte, Kurzgeschichten, Festspiel- und Cabaret-Texte u. a.

So entstand im Laufe der Zeit eine reichhaltige Palette unterschiedlichster Werke. Schließlich fand er hier doch die Zeit und Muße, alles Geschriebene zu sortieren und in kleine handliche Büchlein thematisch zusammen zu fassen.

„Formulieren und fabulieren mit hintergründigem Humor oder gedanklich tieferem Inhalt haben mir jederzeit Spaß und Freude bereitet“, sagt er. „Ich schreibe, weil ich mich mit dem geschriebenen Wort viel besser auszudrücken vermag als verbal.“

Einen Teil seiner Werke verfasste er auch in Schweizer Mundart. Das hören wir heute allerdings nicht, sondern für uns nur gut Verständliches.

 

 

VITA

Unser Gast am 7. März 2011 die Kolumbianerin Norma Escobar:

Sie ist eine erstaunlich vielseitige Künstlerin. Mit dem Malen begann sie 1969, sehr jung und studierte an der renommierten Nationalakademie Bogota. Weiter besuchte sie immer wieder verschiedene Kunstschulen und lernte auch Schauspiel und Musik. Arbeitete mit einer studentischen Experimentiergruppe an der Akademie Francisco Cristancho.

Die multikulturelle Wandmalerei in Kaltenturm, mit den vielen Gesichtern der Welt, ist nach Quadratmetern sicher ihre größte bisherige Arbeit. Die Palette der Bilder und Zeichnungen aber, die die Malerin Norma Gonzales de Escobar seit ihrer Kindheit in Kolumbien mit ihrer Sicht der Welt, mit dem unbändigen Temperament und dem tiefen Glauben versehen hat, ist viel größer.

Um ihre praktischen Fertigkeiten zu erweitern und die europäische Kunstszene kennenzulernen ging sie 5 Jahre in die Kunstmetropole Paris und brachte viele

Inspirationen mit.

Später zog sie mit ihrem 1. Mann und zwei Kinder nach Bremen. Er verstarb später. 8 Jahre arbeitete Sie in der Volkshochschule als Spanisch- und Mal-Lehrerin und lernte selbst Deutsch. Spricht übrigens 4 Sprachen.

Sie gab auch Kunstunterricht extra für Frauen, Jugendliche und Kinder und war am 1. Kindermuseum Bremen 1992 beteiligt.

Norma kann schnell Menschen begeistern.

Ihre Kunst bietet tiefe Einblicke in Farben, vielfältige Techniken, absolute Präzision, faszinierende Motive, ausdrucksstarke Gefühlswelten und immer wieder tiefgründige Augen.

Jedes ihrer Werke erzählt eine lebendige Geschichte und nimmt den Betrachter ganz für sich ein. Selbst die Bildträger sind oftmals außergewöhnlich, denn sie liebt das Ausgefallene und die Herausforderung.

Mitten aus dem Leben gegriffen scheinen die Plastiken und Tonarbeiten der Künstlerin zu sein.

Viele individuelle, erfolgreiche Ausstellungen hatte sie bereits in Kolumbien in Bogota und Neiva, in Paris, Kanada, Panama, New York und ca. in acht deutschen Städten.

Sie hatte auch immer offene eigene Ateliers mit vielen Besuchern. Dies geht ihr leider hier ab. Seit 2 Jahren lebt sie mit ihrem 2. Mann in Denia und bräuchte dringend einen entsprechenden Raum, den sie künstlerisch nutzen könnte.

Bei ihrer Vielseitigkeit, ist es kein Wunder, dass sie auch Gedichte und Geschichten – allerdings auf Spanisch – schreibt.

 

Sie sagt:

„Ich versuche, meine Nachdenklichkeit über Menschen, Strukturen seiner Wahrnehmung und seiner Lebensumstände in Bildern festzuhalten. Was die Menschen in meinen Bildern versuchen, versuche ich auch: Zu sehen, zu greifen, zu begreifen, von dem, was der Mensch zu sein scheint, um dahin zukommen, zu dem was er ist.“

 

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